Hinduismus

Grundsätze für den interreligiösen Dialog

 

aus Sicht der Vaishnava-Tradition des Hinduismus

formuliert von der ISKCON

(Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein)

ISKCON sieht die Liebe zu einem Höchsten Persönlichen Gott als reinste Form des religiösen Ausdrucks und würdigt diese Gottesliebe auch in anderen theistischen Traditionen. Ebenso erkennt sie Wege echter Selbstverwirklichung an, in denen das Konzept einer persönlichen Gottheit nicht ausdrücklich erscheint. Auch andere Gemeinschaften und Vereinigungen, die humanitäre, ethische und moralische Maßstäbe verfolgen, wertschätzt die ISKCON als dem Wohle der menschlichen Gesellschaft zuträglich.

 

ISKCON sieht den Dialog unter ihren Mitgliedern und mit Menschen anderer Glaubensrichtungen als eine Gelegenheit, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen zu entwickeln und Werte und Glaube mit anderen zu teilen, während sie das Engagement anderer in ihrem eigenen Glauben zu achten weiß.

 

ISKCON ist überzeugt, dass keine Religion ein Monopol auf die Wahrheit, auf Gottes Offenbarung und auf persönliche Beziehungen zu Gott hat.

 

ISKCON ruft ihre Mitglieder auf, Vertreter anderer Glaubenstraditionen zu ehren und mit ihnen zum Wohle der Gesellschaft als Ganzes und zum Ruhme Gottes zusammenzuarbeiten.

 

ISKCON tritt für die Verantwortung jeder/s Einzelnen ein, ihre oder seine Beziehung zum Höchsten Herrn zu entwickeln.

 

Die Broschüre "ISKCON im Gespräch mit anderen Religionen" kann hier heruntergeladen werden.